Methodik & Hintergründe
Das SusInfra-Tool bewertet die Nachhaltigkeit von Straßenbauangeboten auf Grundlage anerkannter europäischer Normen und öffentlich zugänglicher Umweltdatenbanken. Die ökologische Bewertung folgt dem Lebenszyklusansatz nach EN 15804 und nutzt Umweltproduktdeklarationen (EPD) sowie Daten der ÖKOBAUDAT.
Normen & Datenbanken
Europäische Norm für Umweltproduktdeklarationen von Bauprodukten. Sie definiert einheitliche Regeln zur Berechnung von Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus — von der Rohstoffgewinnung (A1) bis zum Recycling (D).
Environmental Product Declarations sind standardisierte Dokumente, die die Umweltwirkungen eines Bauprodukts transparent ausweisen. SusInfra nutzt EPD-Daten für die Berechnung der ökologischen Scores je Angebotsposition.
Die zentrale Ökobilanzdatenbank des Bundes stellt verifizierte Umweltdaten für Bauprodukte bereit. SusInfra importiert daraus Datensätze für Asphaltmischgut, Bitumen, Gesteinskörnung und weitere Straßenbaumaterialien.
Umweltindikatoren
SusInfra bewertet die ökologische Nachhaltigkeit anhand von drei zentralen Indikatoren, die den Ressourcenverbrauch und die Umweltwirkungen der eingesetzten Materialien abbilden.
Misst den Beitrag zur Erderwärmung durch Treibhausgasemissionen. Berücksichtigt werden CO2, Methan und weitere Gase, umgerechnet in CO2-Äquivalente.
kg CO2-Äq.Erfasst den Verbrauch fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle über den gesamten Lebenszyklus des Bauprodukts. Höhere Werte bedeuten stärkere Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen.
MJBewertet die potenziellen toxischen Auswirkungen auf Ökosysteme durch Schadstofffreisetzungen in Wasser, Boden und Luft während Herstellung, Transport und Einbau.
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